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Oldtimer - Bewertungskriterien
Bei der Besichtigung von neueren Fahrzeugen hat man es mit klaren
Fakten zu tun. Daher bleibt wenig Raum für subjektive
Eindrücke. Das Baujahr steht fest, der Kilometerstand kann
abgelesen werden, und wenn man sich dann noch den HU-Termin und die
Profiltiefe der Reifen angesehen hat, kann man unter Zuhilfenahme einer
Marktbeobachtungsliste den Wert "errechnen".
Dies wird mit zunehmendem Alter des Fahrzeuges jedoch schwieriger, da
unterschiedliche Pflegezustände und Laufleistungen den rein
rechnerischen Wert fälschen. Und spätestens hier entstehen
die Probleme der "subjektiven Bewertung".
Bei Oldtimern sieht die Sache von vornherein ganz anders aus. Bei
diesen Fahrzeugen spricht man nicht mehr vom Monat der ersten
Zulassung, sondern rechnet nur noch in vollen Jahren. Laufleistungen
sind so gut wie nie aufgeführt, außer bei besonders geringen
Laufleistungen. Im Normalfall lassen sich auch die gefahrenen Kilometer
aufgrund des Alters nicht mehr überprüfen. Eine
Schätzung ist hier auch nicht angebracht, da die
zurückliegende Zeit wegen besonderer Umstände (z. B.
Standzeiten durch den Krieg) nicht kalkulierbar ist.
Das wertentscheidende Kriterium bei der Bewertung eines klassischen
Fahrzeuges ist der Pflege- und Erhaltungszustand. Dieser wird
unterteilt in einzelne Zustandsnoten. Jeder dieser 5 Zustandsnoten kann
selbstverständlich ein Marktwert zugeordnet werden.
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